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Herausforderungen bei der Abwicklung von Unternehmen – BEST PRACTICES

Planen Unternehmensauflösung

Vertragsabwicklung

Im Jahr 2018 / 2019 wurden in Deutschland über 600.000 Unternehmen abgewickelt. Gründe dafür sind nicht immer Insolvenzen. Auch die aktuelle Situation rund um COVID-19 kann zur Schließung und Abwicklung führen. In dieser schwierigen Phase gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren, um Herausforderungen zeit- und kosteneffizient zu bewältigen.

In diesem Teil widmen wir uns dem Themenbereich „Vertragsabwicklung“, der während der Liquidation (siehe Artikel zum Ablauf einer Unternehmensauflösung) koordiniert werden muss und geben Ihnen unsere Best Practices an die Hand.

Liquidatoren sind dazu verpflichtet, während der Liquidationsphase alle laufenden Geschäfte zu beenden (§ 70 GmbHG). Dazu gehört die Abwicklung von sämtlichen Verträgen (z.B. Lieferantenverträge, Kundenverträge und Mietverträge).

Herausforderungen bei der Abwicklung von Verträgen

Oftmals sind Verträge nicht zentralisiert abgelegt oder Vertragsunterlagen sind nicht auffindbar. Es können Altverträge oder Bürgschaften aus der Unternehmenshistorie bestehen. Eine Übersicht aller Verträge ist daher meistens nicht vorhanden. Das Ziel einer Liquidation ist es jedoch, alle Verträge zu kündigen. Außerdem besitzen Verträge unterschiedliche Restlaufzeiten und Kündigungsfristen, die beachtet werden müssen. Darüber hinaus kann es zu Situationen kommen, in denen weiterhin Geld, trotzt gekündigter Verträge, abgebucht wird. Hier ist ein wachsames Auge erforderlich.

Best Practices bei der Abwicklung von Verträgen

  1. Binden Sie Ihre Mitarbeiter ein, um eine möglichst vollständige Übersicht über unternehmensrelevante Verträge zu erstellen. Die Praxis zeigt, dass sich das Wissen Ihrer Mitarbeiter bzgl. bestehender Verträge ergänzt – selten kennt eine Person alle Verträge.
  2. Kündigungsfristen von Verträgen variieren. Oftmals bieten Unternehmen eine sofortige (fristlose) Kündigung gegen eine Einmalzahlung an. Fragen Sie danach! Das kann die Abwicklung beschleunigen und Geld sparen.
  3. Lassen Sie sich die Kündigung schriftlich bestätigen. So haben Sie zum einen den Beweis, den Sie archivieren können und sollte der Vertragspartner weiterhin Geld abbuchen, können Sie ihm die Kündigungsbestätigung vorlegen.
  4. Ist der Vertrag gekündigt, kündigen Sie auch das dazugehörige SEPA-Mandat. Denn auch SEPA-Mandate verursachen Kosten, die eingespart werden können.

Lesen Sie auch unsere Artikel zum Thema „Herausforderungen bei der Abwicklung von Unternehmen“ – Ablauf einer Unternehmensauflösung / Erfahrungen aus der Praxis.

Für die Koordination der Abwicklungstätigkeiten stehen wir Geschäftsführern und Unternehmen zur Seite. Wenn Sie konkrete Fragen haben kontaktieren Sie uns gerne unter contact@fae-consulting.de. Alle Anfragen werden nach Möglichkeit zeitnah beantwortet.

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FAE Consulting, Frankfurt